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Piatti-Leuchte

Die Piatti-Leuchte: Limited Edition!

Ein stilvolleres Geschenk zum Jubiläum lässt sich kaum denken – Celestino hätte sehr grosse Freude daran gehabt, an dieser handwerklichen Perfektion! Die von unseren Freunden in Frankfurt, den Siebdruckern Ellen Wagner und Axel Rössler von PrintNowRiotlater mit grossem Enthusiasmus entworfene und realisierte Lampe versteht sich als Hommage an die analoge, handwerkliche Grafik und Kunst Celestino Piattis. Diese hat er über sieben Jahrzehnte gepflegt, oft in enger Zusammenarbeit mit Druckereien und anderen Werkstätten, von seinen Anfängen in den 1940er Jahren bis über die Jahrtausendwende hinaus.

100 Jahre Celestino Piatti und dazu passend die Piatti-Jubläums-Leuchte, in einer limitierten Auflage von 100 Stück: Von Hand gefertigter Siebdruck-Lampenschirm auf Fairtrade-Leinen plus  in einer lokalen Manufaktur geformter, glasierter  und gebrannterKeramikfuss mit handgeprägter Signatur =  100 charmante Unikate!

 

Ellen Wagner und Axel Rössler erzählen ihre Piatti-Story hier – mit vielen tollen Bildern!

Und hier geht es direkt zum Shop:

Ein Blick in die Werkstatt – die Piatti-Eule im Siebdruck

 

 

Piatti als Handwerker-Künstler

Die freie Fläche auf seinem Arbeitstisch war manchmal nur gerade so gross, dass mit knapper Not ein A4-Blatt untergebracht werden konnte. «Für ein dtv-Cover reicht das allemal» oder «Ich bin halt ein Handwerker, ich arbeite nicht anders als ein Goldschmied oder ein Schuster, denen reicht auch ein kleines Plätzchen», meinte er dazu verschmitzt.

Rundum war alles vollgestellt mit Farbtöpfen, Deckfarben in Tuben, Terpentinflaschen, Tuscheflaschen, Schachteln mit Öl- und Wachskreiden, Japanmessern, Klebestoff, Krügen mit Pinseln in allen Grössen. Ein «Fön» (Haartrockner), um gleich die nächste Schicht Farbe auf die getrocknete auftragen zu können, und ein «Kopierer», ein Schwarz-Weiss-Kopiergerät, waren die einzigen technischen Hilfsmittel, die er benutzte.

Der handwerkliche Aspekt seiner Kunst war ihm sehr wichtig, er war stolz darauf und betonte ihn selber immer wieder, auch in Zusammenhang mit seiner Herkunft – sein Vater war ein Tessiner Maurer, der mit harter Arbeit ein eigenes Geschäft aufgebaut hatte, seine Mutter stammte aus einer Zürcher Bauernfamilie und wusste auch, was anpacken heisst.

Celestino hatte grösste Hochachtung vor anderen Könnern auf ihren jeweiligen Gebieten, allen voran den Druckern. Vor allem die alte Tradition des Steindrucks war Piattis Element – im Hause Wolfensberger in Zürich ging er ein und aus und pflegte einen intensiven Austausch mit dieser Lithographierwerkstatt. Linolschnitte waren eine weitere Spezialität von ihm. Hinzu kamen Skulpturen aus Holz, Eisen und Chromstahl und Uhren mit handbemalten Email-Zifferblättern, alles geschaffenen in Zusammenarbeit mit lokalen Handwerksbetrieben.

Die Eule als Wappentier und Markenzeichen

Das Lampen-Motiv – die Eule mit der Feder – datiert von 1968 und zierte das Titelblatt des dtv-Katalogs aus jenem Jahr. Eulen waren Celestino Piattis Lieblingstiere, mehr noch: Sie wurden zu seinem Markenzeichen, seit er den weisen Nachtvogel erstmals 1953 auf einem Plakat im Dienste des Buches eingesetzt hatte. Auf Selbstporträts taucht er als Mann mit Eule oder gar als gefiederter Eulenmann auf. Und wie viele Eulen er in seinem Leben geschaffen hat, weiss niemand so genau, auf Buchcovern, auf Plakaten, auf Druckgrafiken – es sind jedenfalls Hunderte, die die Mappen, Schubladen, Plakatrollen und Regale im Archiv bevölkern… «Man kann die Eule tausendmal zeichnen, aber an ihr Geheimnis kommt man nicht heran», fasst Piatti seine Faszination für den Raubvogel mit den grossen Augen in Worte.